Die Entscheidung, dass der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) an die Spitze der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wechseln soll, stößt in der Bevölkerung bisher auf ein verhaltenes Echo. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage für den „Stern“ sowie die Sender RTL und ntv halten 37 Prozent Frei für die Aufgabe des Fraktionsvorsitzenden für geeignet, 26 Prozent sehen ihn dafür nicht als geeignet an. 37 Prozent trauen sich derzeit noch keine Einschätzung zu.
Mit Frei soll ein enger Vertrauter von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Führung der Unionsfraktion übernehmen. Der bisherige Kanzleramtschef gilt als einer der wichtigsten Organisatoren der neuen Bundesregierung und soll nun die Zusammenarbeit zwischen Fraktion und Regierung stärken. Nach dem überraschenden Rücktritt Spahns kommt der Neubesetzung eine besondere Bedeutung für die Stabilität und Geschlossenheit der Union zu.
Rückhalt erhält Frei vor allem aus den Reihen der Regierungsparteien: Unter den Anhängern von CDU/CSU halten 69 Prozent ihn für eine gute Wahl, bei den SPD-Anhängern sind es 53 Prozent. Gleichzeitig zeigt der hohe Anteil der Unentschlossenen, dass sich ein großer Teil der Bevölkerung bislang noch kein klares Bild von dem langjährigen Parlamentarier und bisherigen Kanzleramtschef gemacht hat. Die Umfrage deutet damit auf Zustimmung im Regierungslager, aber noch vergleichsweise geringe Bekanntheit in der breiten Öffentlichkeit hin.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die Erhebung am 23. und 24. Juli 2026 insgesamt 1.001 Deutsche.



