Der Öffentliche Gesamthaushalt war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2025 mit 2.662,2 Milliarden Euro verschuldet. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von 31.887 Euro, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen am Mittwoch mit. Das waren 1.821 Euro oder 6,1 Prozent mehr als Ende 2024. Die öffentliche Verschuldung insgesamt stieg zum Jahresende 2025 um 6,0 Prozent (151,4 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahr.
Unter den öffentlichen Gesamthaushalt fallen Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.
Der Bund war laut Destatis Ende 2025 mit 1.840,4 Milliarden Euro verschuldet. Der Schuldenstand stieg damit gegenüber dem Jahresende 2024 um 6,2 Prozent beziehungsweise 107,7 Milliarden Euro. Auf die Bevölkerungszahl umgerechnet betrugen die Schulden des Bundes 22.043 Euro pro Kopf (2024: 20.748 Euro).
Die Schulden der Länder stiegen nach den Berechnungen des Bundesamts Ende 2025 um 2,9 Prozent (17,5 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahr auf 624,9 Milliarden Euro. Der Schuldenstand der Länder pro Kopf im Jahr 2025 betrug 7.484 Euro (2024: 7.273 Euro).
Der stärkste prozentuale Schuldenanstieg pro Kopf gegenüber dem Vorjahr wurde Ende 2025 mit 17,1 Prozent für Sachsen auf 1.736 Euro (2024: 1.482 Euro) ermittelt, wobei Sachsen wie im Vorjahr die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung nach Bayern (1.448 Euro; 2024: 1.353 Euro) aufweist. In Baden-Württemberg stiegen die Pro-Kopf-Schulden um 11,0 Prozent auf 4.295 Euro (2024: 3.869 Euro) und in Bremen um 9,9 Prozent auf 37.418 Euro (2024: 34.037 Euro).
Lediglich in drei Ländern ging die Pro-Kopf-Verschuldung zum Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahresende zurück. In Rheinland-Pfalz sank diese um 2,1 Prozent prozentual am stärksten auf 6.892 Euro (2024: 7.043 Euro), während sie sich in Berlin und Nordrhein-Westfalen jeweils um 1,0 Prozent auf 17.980 Euro (2024: 18.168 Euro) beziehungsweise 9.592 Euro (2024: 9.685 Euro) verringerten. Der Rückgang in Berlin ist insbesondere auf die Berichtseinheit „BEN Berlin Energie und Netzholding“ zurückzuführen, die ab dem Jahr 2025 nicht mehr zum Sektor Staat gehört und deren Schulden daher nicht mehr in der Verschuldung Berlins enthalten sind.
Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände wuchs den Statistikern zufolge zum Jahresende 2025 im sechsten Jahr in Folge und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 15,4 Prozent (26,2 Milliarden Euro) auf 197,0 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2.550 Euro (2024: 2.209 Euro) an kommunalen Schulden.
Der stärkste prozentuale Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung gegenüber dem Vorjahr wurde mit 28,6 Prozent in Baden-Württemberg auf 1.648 Euro (2024: 1.282 Euro) ermittelt. Danach folgen die Kommunen in Niedersachsen mit einem Zuwachs der Pro-Kopf-Verschuldung von 20,9 Prozent auf 2.963 Euro (2024: 2.451 Euro) und in Sachsen von 19,4 Prozent auf 1.065 Euro (2024: 892 Euro).
Lediglich in Thüringen verringerte sich die Pro-Kopf-Verschuldung auf der kommunalen Ebene zum Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahresende. Sie sank um 3,0 Prozent auf 841 Euro (2024: 867 Euro). Damit wiesen die Kommunen in Thüringen wie im Vorjahr die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung aus (nach den Kommunen in Brandenburg mit 688 Euro).
Die Sozialversicherung war Ende 2025 mit 0,16 Euro (2024: 0,19 Euro) pro Kopf verschuldet, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Gesamtschulden reduzierten sich um 2,5 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro (2024: 16 Millionen Euro).



