Nach dem vorerst gescheiterten Börsengang des deutsch-französischen Panzerherstellers KNDS verhandeln Unternehmen, Bundesregierung und Eigentümer über Alternativen.
Nach „Handelsblatt“-Informationen aus Regierungskreisen ist dabei eine Option, dass Deutschland und Frankreich KNDS komplett in staatliche Hand bringen. Bislang gehört das Unternehmen hälftig dem französischen Staat und den deutschen Familien Bode und Braunbehrens. Die Familien wollen ihre Anteile veräußern.
Geplant war, dass Deutschland 40 Prozent am Unternehmen kauft, Frankreich seinen Anteil auf 40 Prozent reduziert und die übrigen 20 Prozent an die Börse gehen. Nachdem der für Juli vorgesehene Börsengang verschoben wurde, ist nun die Überlegung, im September einen erneuten Anlauf zu wagen. Noch sind die Beteiligten in der Bundesregierung optimistisch, dass es im September klappen kann, heißt es von Insidern. An der Absicht, mit 40 Prozent einsteigen zu wollen, halte man fest, teilte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums mit.
Doch es ist unklar, ob die Bedingungen für den Börsengang dann tatsächlich besser aussehen. Daher werden auch andere Möglichkeiten diskutiert. Bei der Option mit der kompletten Staatsübernahme würden Deutschland und Frankreich je 50 Prozent übernehmen, heißt es. Das könne dem Unternehmen erst einmal Sicherheit geben. Die Familien würden eine Rückkaufoption für 20 Prozent der Anteile erhalten, um diese später noch an die Börse zu bringen.



