Angst vor Betrug? China holt Schiris aus Ausland

In der chinesischen Super League kommen am Wochenende erstmals Schiedsrichter aus dem Ausland zum Einsatz.  Die Chinese Football Association will damit laut einem offiziellen Statements den "reibungslosen Ablauf des Saisonendes" garantieren. In China sind noch vier Spieltage zu absolvieren.  Unter anderem sollen der Schwede Jonas Eriksson und Tony Chapron aus Frankreich ein Spiel leiten. Eriksson wird bei der Partie zwischen Tianjin Quanjian und Shandong Luneng an der Pfeife sein, Chapron übernimmt das Duell von Shanghai Shenhua mit Tianjin Teda.   Die Angst vor Spielmanipulationen Chinas Verband erklärt die Aktion als Mittel "zur Steigerung der Qualität." Ab sofort solle zudem ein Video-Assistent zum Einsatz kommen, "um die Genauigkeit der Spielleitung zu erhöhen". Wie der Spiegel berichtet, hat die Ansetzung von ausländischen Unparteiischen aber wohl auch noch andere Hintergründe.  Denn die beiden ersten nicht-chinesischen Offiziellen pfeifen ausgerechnet bei Spielen der Tianjiner Klubs, um die sich seit dem 4:1-Derbysieg von Teda Vorwürfe der Spielabsprache ranken.  Sollten sich Vorwürfe bestätigen, würde sich der Vorfall in einer längere Liste von Spielmanipulationen im chinesischen Fußball reihen. 2003 war Shanghai Shenhua der Meistertitel aberkannt worden, nachdem dem Klub Ergebnisabsprachen nachgewiesen worden waren. Ähnliches wollen Chinas Fußball-Verantwortliche mit dem Austauschen der eigenen Schiedsrichter nun wohl verhindern. 

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