„Ist da der Tod?“: „Star Trek“-Star William Shatner zutiefst berührt nach Flug ins All mit 90

Mit 90 Jahren hat William Shatner seinen ersten echten Flug ins All unternommen. Und bei seiner Rückkehr zeigte er sich unerwartet emotional und bewegt.

Von 1966 bis 1969 hat William Shatner als Captain James T. Kirk an Bord der USS Enterprise in der kultigen TV-Serie „Raumschiff Enterprise“ die unendlichen Weiten des Weltraums bereist. Von 1969 bis 1994 erlebte er in seiner größten Rolle in insgesamt sieben Kinofilmen weitere Abenteuer. Jemanden wie Shatner, möchte man meinen, könnte bei diesem Erfolg nicht einmal ein echter Flug ins Weltall noch großartig berühren. Mitnichten!
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Für den zweiten bemannten Flug mit der Raumkapsel „New Shepard“ des Raumfahrtunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos am 13. Oktober wurde auch Shatner eingeladen. Der mittlerweile 90 Jahre alte Schauspieler ist damit der älteste Mensch überhaupt, der jemals ins Weltall gereist ist. Das Alter sieht man ihm aber mal überhaupt nicht an. Ursprünglich hätte der Flug schon einen Tag zuvor stattfinden sollen, wurde aber aufgrund starker Winde um einen Tag verschoben. Drei bis vier Minuten lang konnten Shatner und drei weitere Passagiere (Ex-Nasa-Ingenieur Chris Boshuizen, Blue Origins Audrey Powers sowie Unternehmer Glen de Vries) rund 107 Kilometer (Karman-Linie) über der Erde in absoluter Schwerelosigkeit einen Blick ins All und auf ihren Heimatplaneten werfen, ehe es zurück auf westtexanischen Boden ganz in der Nähe des Weltraumbahnhofs ging. Endlich war Captain Kirk im Weltraum
Und dort zeigte sich Shatner überwältigt, zutiefst berührt und inspiriert von diesem Erlebnis. Dabei ließ er zuvor noch wissen, dass er enorm angespannt und nervös sei:
„Ich bin überwältigt. Damit habe ich nicht gerechnet. Es war überhaupt nicht so wie in der Simulation. Alle auf der Welt müssen das machen. Alle auf der Welt müssen das sehen. Es war so bewegend. Unglaublich. Zu sehen, wie die blaue Farbe direkt an einem vorbeizieht und dann starrt man direkt in die Dunkelheit, unbeschreiblich. Man schaut direkt in das Schwarze. Man schaut hinunter und da ist das Blaue und das Schwarze ist oben. Da ist die Mutter Erde und dort… ist das der Tod?“
Sichtlich berührt und eingenommen vom sogenannten Overview-Effekt bedankte sich Shatner bei Bezos für diese einmalige Gelegenheit. Er hoffe, dieses Gefühl auf keinen Fall zu verlieren, so der Mime. „Ich will es nicht verlieren, es ist so viel größer als ich es bin oder das Leben.“ Größer als andere Filme sind auch die 11 besten Science-Fiction-Filme in unserem Video. Sind zwar kein Flug ins All, aber auch unvergesslich.

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