Schumachers Leben gefährdet? Das sagt sein Boss

Das Manöver von Nikita Mazepin gegen Mick Schumacher beim Rennen in Baku hat die Gemüter erregt. ( Rennkalender der Formel 1 2021 ) Mazepin zog in Baku bei über 300 km/h gegen den überholenden Schumacher leicht nach rechts. Es folgte teils heftige Empörung über die Aktion. Auch von Ralf Schumacher, der bei SPORT1  sogar ein Rennen Sperre für den Russen forderte . Nun äußerte sich Haas-Teamchef Günther Steiner zu dem Vorfall kurz vor dem Ende des Rennens - und urteilte milder. "Ich denke, es war im Endeffekt nicht zu gefährlich, sondern einfach die Emotion, die dabei ist wegen der hohen Geschwindigkeit", erklärte er im Gespräch mit RTL/ntv. Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motor & Sport Magazin – Sonntag ab 21.45 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1 Steiner: "Beide müssen davon lernen" Als Konsequenz suchte Steiner nach dem Rennen das Gespräch mit seinen Piloten. "Ich habe mit beiden gesprochen, denn solche Sachen muss man vermeiden. Wenn es schiefgeht, geht es ordentlich schief", stellte der 56-Jährige klar. "Wir haben alles geklärt. Sie müssen beide davon lernen, wie man darauf reagiert."  Von einer "lebensgefährlichen" Situation wollte der Haas-Chef jedoch nicht sprechen. "Ich sage einfach: Das ist die falsche Einstellung", sagte Steiner. Er sieht es zudem positiv, dass sich Mazepin sofort entschuldigt hat. "Bevor er die Videoaufnahmen gesehen hat, hat er es anders wahrgenommen. Das war eine Fehleinschätzung. Und das war's dann. Wenn Verständnis da ist bei solchen Sachen, muss man sie gehen lassen, man kann nicht darauf rumhacken. Sonst wird es nicht verarbeitet. Man muss irgendwann sagen: 'Wir haben darüber gesprochen, die Luft ist geklärt, let's move on.'" Mick Schumacher sauer am Boxenfunk Mick Schumacher selbst war am Boxenfunk direkt nach dem Rennen mächtig sauer auf seinen Teamkollegen, wütete am Funk: "Was zur Hölle war das? Ehrlich? Im Ernst? Will er uns umbringen?" Für diese emotionalen Worte zeigte Steiner durchaus Verständnis. "Ich kann auch einschätzen, wenn so etwas passiert auf der Geraden mit über 300 km/h, dass da die Emotionen mitgehen." Danach sei Schumacher jedoch wieder heruntergefahren und habe "sich angehört, was Nikita zu sagen hatte und hat das respektiert". DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben   | ANZEIGE Steiner erwartet keine Strafe für Mazepin Nach dem Rennen sei Schumacher "wie immer sehr professionell, sehr ordentlich, sehr erwachsen für einen 22-Jährigen" aufgetreten. Von einer Strafe für Mazepin geht Steiner nicht aus. Rennleiter Michael Masi werde sicher das gleiche sagen wie er. "Mit beiden sprechen und sie werden klären, wie es dazu kommen kann. Ich glaube, das war es dann. Eine Strafe kann keine kommen im Nachhinein. Er wird beiden die Konsequenzen erklären und sich anhören, was die Jungs zu sagen haben", sagte Steiner.

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