Außenseiter Aalborg im Champions-League-Finale

Der dänische Außenseiter Aalborg Handbold ist überraschend ins Endspiel der Handball-Champions-League eingezogen. Das Team von Trainer Stefan Madsen gewann bei seiner ersten Final-Four-Teilnahme in Köln das Halbfinale gegen Favorit Paris St. Germain mit 35:33 (13:15). Im Finale am Sonntag (18.00 Uhr/DAZN) trifft Aalborg auf Rekordsieger FC Barcelona oder HBC Nantes aus Frankreich, den Finalisten von 2018. Das zweite Semifinale findet noch am Samstagabend (18.00 Uhr/DAZN) statt. Aalborg kann sich nun zehn Jahre nach der Vereinsgründung die europäische Handball-Krone aufsetzen. "Wir haben uns in dieses Spiel gearbeitet", sagte Kapitän Henrik Möllgaard bei DAZN: "Als wir die Chance dann gerochen haben, haben wir sie ergriffen." Der schwedische Nationalspieler Felix Claar war vor 700 Zuschauern mit acht Treffern bester Schütze der Dänen, die im Viertelfinale die SG Flensburg-Handewitt ausgeschaltet hatten. In einer von Ungenauigkeiten bestimmten Anfangsphase hatte sich Paris zunächst absetzen können. Dem Debütanten aus Dänemark war die Nervosität deutlich anzumerken - Claar erzielte erst in der zehnten Minute das erste Tor des Underdogs. Angeführt von Kapitän Möllgaard konnten die Jütländer bis zur Pause jedoch verkürzen. Aalborg, das zuvor jeden der vier Vergleiche gegen Paris verloren hatte, nutzte im zweiten Durchgang eine Schwächephase des Titelkandidaten und drehte zehn Minuten vor Ende erstmals die Partie. In einer hitzigen Schlussphase retteten die Dänen den knappen Vorsprung über die Zeit.

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